![]() |
Willkommen im Globalen Dorf / 71 Das Feld Des Wandels / Vorüberlegungen |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Home Neues TestSeite DorfTratsch Suchen Teilnehmer Projekte GartenPlan DorfWiki OrdnerProjekte_alt Dörfer NeueArbeit VideoBridge VillageInnovationTalk AlleOrdner AlleSeiten Hilfe Einstellungen SeiteÄndern |
˧
Aufbauend auf: Kurzfassung der Hauptpunkte der Seite — präzise, strukturiert, ohne Redundanz, mit direkter Bezugnahme auf die Textstellen. ˧ 🧭 Worum es im Kern geht ˧
Die Seite beschreibt den emergenten regenerativen Zukunfts‑Sektor im VK: ein wachsendes, aber weitgehend unsichtbares Feld von Organisationen, die praktisch an alternativen Zukunftsformen arbeiten.
Über 2.000 Organisationen arbeiten an regenerativen und emergenten Zukunftsformen . ˧ Sichtbarkeit gegenüber dem Mainstream führt oft zu Extraktion statt Unterstützung, daher wählen viele strategische Unsichtbarkeit . ˧ Die Organisationen sind hoch divers, nicht kategorisierbar, und arbeiten gleichzeitig als Aktivisten, Praktiker, Systemdesigner, Community‑Builder usw. . ˧ Gemeinsamer Nenner: Werte und Mindset, nicht Organisationsform . ˧
108 untersuchte Organisationen erhielten 192 Grants von 87 Fundern; hochgerechnet etwa £96 Mio/Jahr für das gesamte Feld — wahrscheinlich überhöht . ˧ Median-Finanzierung pro Organisation: £5.000/Jahr (nach Herausrechnen der Top‑10) . ˧
Vergleich: Innovate UK vergibt £948 Mio/Jahr für Innovation im bestehenden Paradigma — das Zehnfache des gesamten regenerativen Feldes .
Keine Social Enterprises: Fokus nicht auf „bessere Dienstleistungen“, sondern auf „was muss neu entstehen?“ . ˧ Keine klassischen Charities: nicht serviceorientiert, sondern kapazitätsbildend für Menschen und Orte . ˧ Keine Think Tanks: nicht Analyse, sondern Entwicklung und Praxis . ˧ Noch keine Bewegung: Instinkt und Diagnose sind geteilt, aber Infrastruktur fehlt . ˧
Charakterisiert durch Diversität, Interdependenz, emergente Eigenschaften wie biologische Ökosysteme . ˧ Keine Organisation kann alles — sie brauchen einander: Ökonomie ↔ Governance ↔ Bioregion ↔ Bewusstsein ↔ Infrastruktur . ˧ Gemeinsame Orientierung: Teilnahme an lebenden Systemen, nicht Management oder Extraktion . ˧ Gemeinsame Diagnose: Transformation braucht die Entwicklung der Menschen, nicht nur neue Institutionen . ˧
Ein „Centre for Life“ ist ein Entwicklungs‑Attractor: bringt Energien zusammen, entwickelt sie, gibt sie zurück ins System . ˧ Nicht definiert durch Rechtsform, sondern durch Entwicklungsintention und das Halten „lebender Fragen“ . ˧ Sie sind Inseln der Kohärenz (Prigogine) in Zeiten systemischer Unordnung . ˧
Der Artikel nennt exemplarisch zentrale Organisationen: ˧ Regenerative Ökonomie ˧
Bioregional Learning Centres (UK, EU) . ˧ West Sussex Bioregion, European Weaving Labs, Design School for Regenerating Earth . ˧ Rechte der Natur ˧ Rechtsformen für Flüsse/Ökosysteme (Whanganui, Mar Menor) als ontologischer Paradigmenwechsel . ˧ Materialökonomie & Orte ˧ Civic Square, Down to Earth, Atelier LUMA: regenerative Orte, Materialien, Kultur . ˧ Lernorganisationen ˧ Schumacher College, Kaospilot, Presencing Institute, Regenesis, Monviso, Hawkwood, Embercombe, Ekskäret . ˧ Really Regenerative CIC als Teil des Ökosystems (Power of Place) . ˧
Gleichzeitig sind sie extrem fragil: unterfinanziert, abhängig von Einzelpersonen, burnout‑gefährdet, oft kurz vor Schließung . ˧ Das bestehende Funding‑System ist strukturell ungeeignet, weil es Messbarkeit verlangt, die diese Arbeit nicht liefern kann . ˧
Historisch hatten Bewegungen (z.B. US Civil Rights) religiöse Infrastruktur als Orte des Haltens, Sammelns, Sinnbildens . ˧ Diese Funktion fehlt heute — das Feld sucht nach neuen Formen (z.B. animistische, erdverbundene Spiritualität) . ˧
Die zentrale Frage: Was ist das UK‑Pendant zur Folkschool‑Infrastruktur — und wie baut man es? . ˧ 🎯 Kurzfazit ˧ Der Artikel beschreibt ein breites, tiefes, aber unsichtbares Feld von Akteuren, die bereits die Zukunft praktizieren, die wir brauchen — aber ohne die strukturelle Unterstützung, die nötig wäre, um diese Arbeit dauerhaft und skalierbar zu machen. Der entscheidende nächste Schritt ist der Aufbau einer regenerativen Infrastruktur, die Menschen, Orte und Institutionen langfristig entwickeln kann. ˧
. ˧
Großes, unsichtbares Feld: Über 2.000 Organisationen arbeiten an regenerativen und emergenten Zukunftsformen, meist bewusst unsichtbar, um nicht vom Mainstream vereinnahmt zu werden. ˧ Chronisch unterfinanziert: Medianfinanzierung nur ca. £5.000/Jahr; das gesamte Feld erhält etwa ein Zehntel dessen, was Innovate UK jährlich vergibt. ˧ Nicht klassisch einzuordnen: Weder Social Enterprise, noch Charity, noch Think Tank — sondern ein Feld, das neue Formen des Lebens und Wirtschaftens praktisch erprobt. ˧ Arbeiten in allen drei Horizonten: Diese Organisationen halten gleichzeitig Gegenwart, Übergang und Zukunft — oft innerhalb derselben Woche. ˧ Ein lebendes Ökosystem: Divers, interdependent, nicht durch Methoden, sondern durch Werte und Mindset verbunden. ˧ Zentrales Ziel: Entwicklung der Menschen und Orte, nicht nur Programme oder Dienstleistungen. Transformation braucht „regenerative Menschen“. ˧ „Centres for Life“: Entstehende Zukunftsinstitutionen, die Menschen und Energien entwickeln und zurück ins System speisen — „Inseln der Kohärenz“. ˧ Breites Spektrum an Akteuren: Regenerative Ökonomie, Governance‑Innovatoren, Bioregionale Zentren, Rights of Nature, Materialökonomie, Lernorganisationen. ˧ Das Paradox: Alle leben bereits die Zukunft, die sie ermöglichen wollen — und sind gleichzeitig extrem fragil, burnout‑gefährdet und institutionell ungeschützt. ˧ Fehlende Infrastruktur: Wie die nordischen Folkschulen braucht das Feld eine neue, robuste Entwicklungs‑Infrastruktur; drei Modelle existieren, aber keines ist umgesetzt. ˧
˧
1. Ein gemeinsames Narrativ – aber kein Manifest ˧ Das Feld ist divers, aber die Diagnose ist geteilt. ˧ Was fehlt, ist ein kohärentes, anschlussfähiges Narrativ, das erklärt: ˧ Was dieses Feld tut ˧ Warum es existiert ˧ Warum es unverzichtbar ist ˧ Wie es sich von klassischen NGOs/Startups? unterscheidet ˧ Ein Narrativ schafft Erkennbarkeit, ohne die fragile Diversität zu zerstören. ˧ 2. Eine Infrastruktur des Haltens (statt neue Projekte) ˧ Alle Akteure sind überlastet, weil sie gleichzeitig: ˧ operativ arbeiten ˧ Menschen entwickeln ˧ Systeme transformieren ˧ Was fehlt, ist eine haltende Struktur, die: ˧ Räume bietet ˧ Kontinuität sichert ˧ Burnout verhindert ˧ Wissen bewahrt ˧ Beziehungen pflegt ˧ Das ist die moderne Form der „Folkschule“ oder „Centre for Life“. ˧ 3. Sichtbarkeit ohne Vereinnahmung ˧ Das Feld bleibt unsichtbar, weil Sichtbarkeit oft zu: ˧ Missverständnissen ˧ Extraktion ˧ Projektlogik ˧ KPI‑Fetischismus ˧ führt. ˧ Die Lösung ist kuratierte Sichtbarkeit: ˧ gezielte Fenster öffnen ˧ nicht alles zeigen ˧ nicht alles erklären ˧ nicht in die Innovationslogik gezogen werden ˧ 4. Ein Funding‑Modell, das Entwicklung statt Output finanziert ˧ Die derzeitige Logik („Was liefert ihr?“) zerstört das Feld. ˧ Notwendig ist ein Entwicklungs‑Funding, das: ˧ Menschen statt Projekte finanziert ˧ Orte statt Events finanziert ˧ Beziehungen statt Deliverables finanziert ˧ Zeit statt Output finanziert ˧ Das ist radikal – aber ohne das geht es nicht. ˧ 5. Knotenpunkte stärken, nicht neue Organisationen gründen ˧ In jedem Land gibt es 10–20 Organisationen, die: ˧ Vertrauen halten ˧ Menschen verbinden ˧ Räume öffnen ˧ Narrative formen ˧ Wenn diese Knotenpunkte stabilisiert werden, stabilisiert sich das ganze Feld. ˧ 6. Bioregionale Verankerung statt nationale Programme ˧ Regeneration ist ortsgebunden. ˧ Die Wirkkraft steigt, wenn: ˧ Bioregionen definiert werden ˧ lokale Lernzentren entstehen ˧ regionale Ökonomien aufgebaut werden ˧ Governance experimentell wird ˧ Das Netzwerk wird stark, wenn es erdverbunden wird. ˧ 7. Eine gemeinsame Praxis – nicht nur gemeinsame Werte ˧ Das Feld teilt Werte, aber die Praxis ist fragmentiert. ˧ Wirkkraft entsteht durch: ˧ gemeinsame Rituale ˧ gemeinsame Lernformate ˧ gemeinsame Entscheidungslogiken ˧ gemeinsame Werkzeuge ˧ Das schafft Kohärenz, ohne Uniformität. ˧ 8. Eine „Regenerative Leadership Pipeline“ ˧ Die größte Engstelle ist nicht Geld, sondern Menschen, die: ˧ Systeme halten ˧ Konflikte transformieren ˧ Räume öffnen ˧ Narrative formen ˧ langfristig bleiben ˧ Das Netzwerk gewinnt an Kraft, wenn es Menschen entwickelt, nicht nur Projekte. ˧
Das Netzwerk gewinnt Wirkkraft, wenn es sich als Ökosystem versteht, nicht als Sammlung von Initiativen. Die drei Hebel sind: ˧ Narrativ ˧ Infrastruktur ˧ Menschen ˧
siehe Christine Ax meine Kritik an Gerald Koller ˧ "Habe mir das Material von Gerald / Wohlgang soweit mal angeschaut,sein Papier "Aufbruch zur Lebendigkeit" hab ich angehängt für die die es nicht kennen. ˧ Wir beginnen in Bad Radkersburg anspruchsvolle Diskussionen zu führen, deswegen lass ich einge Freundinnen und Freunde und Schlüsselpersonen da gleich teilhaben. Hintergrund ist auch ein möglicher Vortrag von mir auf der Landwirtschaftsmesse AGRA in Slowenien.... ˧ Die Gedankenwelt rund um die "Rechte der Natur" ist mir durch die liebe Christine Ax bekannt. ˧ bei oberflächlicher Betrachtung könnte man meinen, wir wären wirklich auf einem identen Pfad unterwegs. ˧ Ich weise in diesem Zusammenhang speziell auf meine letzte Radiosendung über die Biosphäre hin: ˧ mit Script: ˧
also: was ich aus Zeitmangel in dieser Sendung nicht gesagt habe, was aber vielleicht interessant wär für eine der nächsten Sendungen: ˧
Ich lehne das Konzept Das klingt paradox, aber es ergibt sich logisch aus meiner Denkweise. Ich versuche meine paar Gründe zu systematisieren: ˧ Wobei ich durchaus die Bemühung würdige und unterschreiben würde zu betonen dass "der Mensch" der Natur nicht als souveränes Subjekt gegenüber steht. Er existiert nur innerhalb eines Geflechts lebendiger Reproduktions- und Regenerationsprozesse. ˧ Auch Gerald /Wohlgangs? Kritik an der „Diktatur des Menschen über alles Außermenschliche“ würde ich grundsätzlich nicht für falsch erklären - siehe unten. ˧ Und die Passage von Andreas Weber ist mir sehr sehr nahe: „Gib den anderen ihren Raum, denn nur so erhältst Du Deinen…“; alles beruht auf Gegenseitigkeit. ˧ Mein Wahlspruch ist: Jeder baut die Welt der anderen mit. ˧ Es geht mir aber eben genau deswegen weniger darum, die Natur in das bestehende Rechtssystem hineinzuholen, als darum, das Verhältnis von Mensch, Natur und gesellschaftlicher Reproduktion grundsätzlich anders zu denken. Also gehen wirs durch: ˧
Rechte sind ein Werkzeug, das Menschen erfunden haben, um Konflikte zwischen Menschen zu regeln.
Rechte funktionieren nur, wenn man klar definierte Entitäten hat: Fluss, Berg, Wald, Tierart.
Die klassische liberale Ordnung besteht aus voneinander getrennten Rechtssubjekten:
Denn weiterhin existieren zunächst voneinander getrennte Einheiten, deren Ansprüche anschließend durch Recht gegeneinander austariert werden.
Damit verschiebt sich die Grundfrage von Das ist eine wesentlich radikalere Frage. ˧
Für mich ist der Schlüssel:
Und hier sehe ich den größten Unterschied zwischen meinem Ansatz und diesem Manifest.
Da fehlt eine Dimension: die materielle Reproduktion. Rohstoffgewinnung → Produktion → Verkehr → Konsum → Abfall; Boden → industrielle Landwirtschaft → Lebensmittelketten; Fluss → Energiegewinnung → Hochwasserschutz → Siedlungsentwicklung usw. ˧
Und genau deshalb reicht eine Erweiterung der Demokratie nicht.
Wir brauchen eine Transformation der Produktions- und Lebensweise.
Die Antwort darauf wäre nicht bloß:
Sondern:
Zusammengefasst: Das Rechtssystem ist ein Produkt der kapitalistischen Industriegesellschaft. In dieser Gesellschaft haben Menschen gegensätzliche Interessen, und sind auf eine Gewalt angewiesen die allen Interessen Grenzen setzt - im Interesse des Funktionierens des Gesamtzusammenhanges, der aber gerade dennoch blind und chaotisch bleibt.
Die Krise der Biosphäre ist ein systemisches Problem dieser extraktiven Industriegesellschaft.
Gerald spricht von der „Diktatur des Menschen über alles Außermenschliche“.
Was wäre, wenn menschliche Aktivität nicht bloß weniger schädlich, sondern ökologisch produktiv werden könnte?
Das ist genau die Win-win-Perspektive, die in meinen Überlegungen zur Biosphäre immer stärker geworden ist: nicht Mensch oder Natur, sondern eine Gestaltung, bei der die Regeneration natürlicher Systeme menschlichen Wohlstand erzeugt und menschliche Tätigkeit wiederum Regeneration ermöglicht.
5. Deshalb würde ich - wie in Punkt 3 angedeutet - von den „Rechten der Natur“ zu den Pflichten menschlicher Systeme weitergehen
Vielleicht braucht die Natur weniger Rechte, als unsere gesellschaftlichen Systeme Pflichten brauchen.
Eine Gemeinde müsste dann beispielsweise nicht bloß verpflichtet sein, einen Fluss nicht zu schädigen.
Nicht: Und plötzlich werden Biosphärenparks ungeheuer interessant. Denn ihre Übergangszonen könnten genau solche Laboratorien einer positiven Ko-Evolution von Mensch und Biosphäre sein – statt bloß Gebiete abgestufter Naturschutzrestriktionen. ˧ Das haben selbst hier herunten noch die wenigsten verstanden !! Und da komm ich auch nicht als jemand von außen, denn anderswo ist man auch nicht weiter. ˧ Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt. ˧ Ich möchte hier in Bad Radkersburg bis runter nach Serbien ein Zuzkunftslabor für genau diese regenerative Gesellschaft aufbauen helfen. Weil hier 5 Länder eine Biosphäre gestalten können, eine postnationale Zukunft, dezentral und als Modell für ein besseres Europa geeignet. ˧ mit herzlichen Grüßen ˧ Franz ˧
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||