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Die Fragen des Formulars Angaben zu den Auswahlkriterien sind in der Sprache der Förderverwaltung formuliert. Hinter ihnen stehen jedoch einige wenige Grundfragen:
Diese Seite dient AUCH dazu, diese Argumentationsbasis gemeinsam aufzubauen, zu belegen und laufend weiterzuentwickeln. Maintainer: Franz Nahrada, Michael Narodoslawsky
Die Mitmachräume sind weder eine einzelne Einrichtung noch ein klassisches Netzwerk. Das Projekt entwickelt eine gemeinsame regionale Infrastruktur entlang der Kette von Lernen, Gestalten und Innovation.
Diese Grundidee bildet den roten Faden für nahezu alle Auswahlkriterien.
Diese Argumente werden in verschiedenen Auswahlkriterien immer wieder benötigt.
Die Mitmachräume schaffen keine einzelne Einrichtung, sondern eine dauerhafte regionale Infrastruktur für Lernen, Gestalten und Innovation.
Die Serviceplattform ist weit mehr als eine Website. Sie verbindet digitale Werkzeuge mit gemeinsamen organisatorischen Dienstleistungen, Wissensmanagement und Unterstützungsangeboten.
Mitmachorte bilden die physischen Knotenpunkte der regionalen Infrastruktur.
Gemeinsame Standards, Vorlagen, Dokumentation, Onboarding und Unterstützungsleistungen senken die Hürden für neue Initiativen.
Wissen wird gemeinsam dokumentiert, weiterentwickelt und dauerhaft verfügbar gemacht.
Innovation entsteht durch Menschen. Deshalb verbindet das Projekt Orte, Initiativen und Akteur:innen zu einer lernenden Gemeinschaft.
Die gemeinsame Infrastruktur erhöht die Anpassungsfähigkeit der Region, weil Kompetenzen, Ressourcen und Erfahrungen gemeinsam genutzt werden können.
Neue Mitmachorte können schrittweise in das System aufgenommen werden.
Das entwickelte Modell kann auch von anderen Regionen übernommen und an lokale Bedingungen angepasst werden.
Unsere Kernargumente; Das Projekt zielt darauf ab, Scouting von Ideen und ihre effektive Überführung zu Innovationen in der Region wesentlich zu stärken. Die Südoststeiermark verfügt über zahlreiche engagierte Menschen, Initiativen, Vereine, Betriebe und Gemeinden. Was häufig fehlt, sind dauerhafte Strukturen, die diese Akteure miteinander verbinden, gemeinsames Lernen ermöglichen und neue Initiativen unterstützen.
Viele gute Ideen bleiben lokal begrenzt oder verschwinden wieder, weil der Zugang zu Räumen, Wissen, Werkzeugen, organisatorischer Unterstützung und Kooperation
Die Ländliche Innovationspartnerschaft Mitmachräume für Lernen Tun und Teilen baut eine gemeinsame Infrastruktur entlang der Entwicklungslinie von Lernen, Gestalten und Innovation auf, die bestehende wirtschaftliche, gesellschaftliche und regionale Potenziale besser miteinander verbindet und dadurch die regionale Wertschöpfung stärkt:
Kern des Projekts ist eine Plattform, die Mitmachorte, gemeinsame Dienstleistungen, Wissensmanagement, digitale Werkzeuge und Community-Building zu einem regionalen Innovationssystem zusammenführt. Dadurch werden bestehende Ressourcen besser genutzt, Kooperationen erleichtert und neue wirtschaftliche Aktivitäten unterstützt. Die Plattform erleichtert insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Handwerk, Bildung, Kreativwirtschaft, Gemeinden und Zivilgesellschaft. Sie schafft Transparenz über vorhandene Kompetenzen und Infrastruktur, unterstützt den Austausch von Wissen und Erfahrungen und ermöglicht die gemeinsame Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Projekte. Dadurch werden regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt und vorhandene Ressourcen effizienter genutzt. Die Mitmachräume fördern darüber hinaus Ansätze der Kreislaufwirtschaft, indem sie Reparatur, Wiederverwendung, gemeinschaftliche Nutzung von Infrastruktur und den verantwortungsvollen Umgang mit regionalen Ressourcen unterstützen. Hier ist die besondere Rolle des Farmlab zu erwähnen, das für seinen innovativen Ansatz, fortgeschrittenste Technologien mit regionalen Materialien und Traditionen zu verbinden, auch den Vulkanland - Innovationspreis gewonnen hat. Die Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben und Initiativen eröffnet zusätzliche Möglichkeiten bioökonomischer Wertschöpfung auf Basis regionaler Rohstoffe und Kompetenzen, speziell auch im Dialog mit dem Biosphärenpark Unteres Murtal. Insgesamt stärkt das Projekt die Fähigkeit der Region, Wertschöpfung aus den eigenen Ressourcen, dem vorhandenen Wissen und der Zusammenarbeit ihrer Akteur:innen zu entwickeln.
Da das Projekt keine direkte Unternehmens- oder Investitionsförderung darstellt, sondern eine gemeinsame Innovationsinfrastruktur aufbaut, lässt sich das Potential zur Sicherung von Arbeitsplätzen nicht seriös in Vollzeitäquivalenten beziffern. Das Projekt trägt jedoch zur Sicherung bestehender Arbeitsplätze bei, indem es die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit regionaler Betriebe und Initiativen stärkt, Kooperationen erleichtert und den Zugang zu gemeinsam genutzter Infrastruktur, Wissen und Dienstleistungen verbessert. Davon profitieren insbesondere Kleinunternehmen, landwirtschaftliche Betriebe und selbständig Tätige
Die Mitmachräume schaffen keine neuen Arbeitsplätze unmittelbar, sondern verbessern die Voraussetzungen für ihre Entstehung. Durch die gemeinsame Innovationsinfrastruktur werden Gründungen, neue Dienstleistungen, Kooperationen und regionale Wertschöpfung erleichtert. Daraus können mittel- bis langfristig neue Erwerbsmöglichkeiten und Arbeitsplätze entstehen, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, Handwerk, Bildung, Kreativwirtschaft und sozialen Innovationen. Eine belastbare Quantifizierung in Vollzeitäquivalenten ist jedoch auch hier zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, da sie von den aus dem Projekt hervorgehenden Initiativen und Unternehmensentwicklungen abhängt
Die Mitmachräume leisten einen konkreten Beitrag zu Umwelt- und Klimazielen, indem sie ressourcenschonende Formen des Wirtschaftens und Zusammenarbeitens fördern. Im Mittelpunkt stehen die bessere Nutzung bestehender Infrastruktur, gemeinschaftliche Nutzung von Räumen, Werkzeugen und Geräten sowie die Unterstützung von Reparatur, Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft. Durch die Vernetzung regionaler Akteur:innen und die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe können Transportwege verkürzt und vorhandene Ressourcen effizienter genutzt werden. Die Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben, dem FarmLab und dem Biosphärenpark fördert darüber hinaus Innovationen für eine nachhaltige Nutzung regionaler Ressourcen und unterstützt die Entwicklung klima- und umweltverträglicher Lösungen in der Region.
Ein zentraler Mehrwert der Mitmachräume liegt im Aufbau von Sozialkapital und damit in der langfristigen Stärkung der regionalen Handlungsfähigkeit. Das Projekt schafft Begegnungsräume, gemeinsame Lern- und Arbeitsprozesse sowie eine Infrastruktur, in der Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit wachsen können. Aus zunächst punktuellen Kooperationen entstehen tragfähige Netzwerke, die auch über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben. Die Mitmachräume fördern eine Kultur des gemeinsamen Lernens, Gestaltens und Teilens. Menschen unterschiedlicher Generationen, Berufe und Lebenswelten kommen zusammen, entwickeln gemeinsame Ideen und setzen diese praktisch um. Dadurch werden gesellschaftliche Teilhabe, Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement gestärkt. Die höhere Lebensqualität entsteht nicht nur durch neue Angebote, sondern vor allem dadurch, dass Menschen ihre Region als gestaltbar erleben. Die Möglichkeit, eigene Ideen gemeinsam mit anderen umzusetzen, stärkt die Identifikation mit der Region, fördert den Austausch zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und erhöht die Attraktivität der Region als Lebens-, Arbeits- und Innovationsraum.
Die Mitmachräume stärken die Resilienz der Region, indem sie die Fähigkeit ihrer Menschen und Institutionen erhöhen, auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Veränderungen gemeinsam zu reagieren. Das Projekt baut dazu eine dauerhafte Infrastruktur für Lernen, Wissensaustausch, Zusammenarbeit und Innovation auf, die sowohl die physischen als auch die sozialen Kapazitäten der Region stärkt. Zur physischen Infrastruktur gehören Mitmachorte, Werkstätten, gemeinschaftlich nutzbare Geräte sowie die digitale Plattform. Zur sozialen Infrastruktur gehören neue Formen der Zusammenarbeit, gemeinsame Lernprozesse, Wissensmanagement und der Aufbau belastbarer Netzwerke zwischen Landwirtschaft, Wirtschaft, Bildung, Gemeinden und Zivilgesellschaft. Gerade angesichts des demographischen Wandels, des Fachkräftemangels, der Digitalisierung und der ökologischen Transformation erhöht das Projekt die Fähigkeit der Region, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Innovationen rasch in die Praxis zu überführen. Resilienz bedeutet im Verständnis der Mitmachräume nicht die Bewahrung des Bestehenden, sondern die Fähigkeit einer Region, Veränderungen gemeinsam zu bewältigen und daraus neue Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.
Die Mitmachräume verfolgen einen Smart-Village-Ansatz, der Digitalisierung konsequent als Werkzeug und nicht als Selbstzweck versteht. Digitale Lösungen werden dort eingesetzt, wo sie die Zusammenarbeit erleichtern, Wissen zugänglich machen, gemeinsames Lernen unterstützen und regionale Innovationsprozesse beschleunigen. Sie ergänzen die physischen Mitmachorte und stärken deren Wirkung, ersetzen sie jedoch nicht. Ein zentrales Instrument des Projekts ist eine digitale Plattform, die regionale Akteur:innen, Mitmachorte, gemeinsame Dienstleistungen, Wissensmanagement und Community-Building miteinander verbindet. Sie schafft Transparenz über vorhandene Kompetenzen und Ressourcen, unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Projekte und erleichtert den Zugang zu regionalem und globalem Wissen. Die Plattform wird gemeinsam mit ihren Nutzer:innen weiterentwickelt und orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen der Region. Damit entsteht eine Smart-Village-Lösung „bottom up“, die nicht von einer Technologie ausgeht, sondern von den Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten des ländlichen Raums. Perspektivisch bietet die Plattform auch die Grundlage für den Einsatz dezentraler KI-Anwendungen. Solche Systeme können regionale Akteur:innen bei Wissensmanagement, Projektentwicklung, Vernetzung und Entscheidungsprozessen unterstützen, ohne dass die Kontrolle über Daten und Wissen an zentrale Plattformen abgegeben werden muss. Damit verbindet das Projekt digitale Innovation mit regionaler Souveränität und Selbstorganisation.
Die Verbreitung der Projektergebnisse ist integraler Bestandteil des Konzepts der Mitmachräume. Ziel ist nicht nur die Kommunikation von Ergebnissen, sondern die kontinuierliche Weitergabe von Erfahrungen, Methoden und innovativen Lösungsansätzen innerhalb der Region und darüber hinaus. Innerhalb der Partnerschaft erfolgt die Dissemination durch die digitale Plattform, regelmäßige Vernetzungstreffen, gemeinsame Workshops, Peer-Learning zwischen den Mitmachräumen sowie eine systematische Dokumentation und Aufbereitung der entwickelten Konzepte und Erfahrungen. Dadurch können erfolgreiche Ansätze rasch von anderen Partner:innen übernommen und weiterentwickelt werden. Außerhalb der Partnerschaft werden die Projektergebnisse über Veranstaltungen, regionale und überregionale Netzwerke, Kooperationen mit Gemeinden, Bildungseinrichtungen und Organisationen sowie über digitale Medien und offene Dokumentationen verbreitet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Nachnutzbarkeit der entwickelten Methoden und Werkzeuge, damit sie auch in anderen Regionen adaptiert werden können. Die Dissemination versteht sich damit nicht als einseitige Öffentlichkeitsarbeit, sondern als offener Wissensaustausch. Die Mitmachräume sollen Teil eines wachsenden Netzwerks lernender Regionen werden, in dem Erfahrungen geteilt, weiterentwickelt und für neue Anwendungen nutzbar gemacht werden. Ein besonderes Highlight der Disseminationsarbeit des Projektes besteht im geplanten Maker -Festival. Auf diesem Festival werden die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes nicht nur innerhalb der Region, sondern auch national und international mit besonderem Fokus auf die Nachbarregionen in Slowenien und Ungarn der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der DorfUni verfügt das Projekt zudem über eine etablierte Infrastruktur für offene Wissensvermittlung, digitale Lernangebote und internationale Vernetzung. Dadurch können Projektergebnisse dauerhaft dokumentiert, öffentlich zugänglich gemacht und weit über die unmittelbare Projektregion hinaus verbreitet werden.
Innovation entsteht selten in homogenen Gruppen. Sie entsteht dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Perspektiven zusammenkommen. Deshalb sind Diversität und Chancengleichheit für die Mitmachräume nicht nur soziale Ziele, sondern eine zentrale Voraussetzung regionaler Innovationsfähigkeit. Die Mitmachräume richten sich ausdrücklich an:
Im Kernteam der LIP beträgt der Frauenanteil derzeit rund 60 % und der Männeranteil rund 40 %. Bei den weiteren internen und externen Partner:innen wird eine ausgewogene Beteiligung angestrebt. Damit ist bereits in der Entwicklungsphase eine ausgewogene und von Frauen maßgeblich mitgetragene Projektstruktur gegeben. Da sich die Partnerschaft im Zuge der weiteren Projektentwicklung noch erweitert, kann die endgültige Zusammensetzung derzeit noch nicht abschließend angegeben werden.
Im Kernteam der LIP sind derzeit noch keine jungen Erwachsenen (bis 25 Jahre) vertreten, in den sich abzeichnenden beteiligten Partnerschaften aber sehr wohl. Die Einbindung dieser Zielgruppe ist ein wesentliches Element des Projekts. Diese erfolgt über Schulen und Ausbildungsstätten, die Teil der beteiligten Partnerschaft sind, sowie Mitmachräume und regionale Initiativen. Dort sollen junge Menschen schrittweise in die Entwicklung und Umsetzung der Innovationspartnerschaft eingebunden werden.
Die aktive Einbindung junger Erwachsener ist ein zentrales Anliegen der LIP. Sie erfolgt insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Schulen, Ausbildungsstätten und jungen Gründer:innen sowie durch die Mitwirkung in den regionalen Mitmachräumen. Junge Menschen sollen nicht nur an einzelnen Aktivitäten teilnehmen, sondern eigene Ideen einbringen, Projekte mitentwickeln und Verantwortung für deren Umsetzung übernehmen. Ein eigener Projektteil mit Fokus auf junge Erwachsene und HeimkehrerInnen in die Region widmet sich dem Erlernen unternehmerischen Denkens und Handelns.
Die Mitmachräume bieten dafür niederschwellige Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens, Experimentierens und praktischen Arbeitens. Durch die Verbindung von analogen Mitmachorten, digitaler Plattform und projektorientierter Zusammenarbeit werden Kompetenzen in den Bereichen Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit
Arbeiten unterschiedliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Akteur:innen gleichberechtigt zusammen und entsteht daraus ein Mehrwert?
Die Mitmachräume sind von Beginn an als gemeinsames Vorhaben unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche konzipiert. Nicht eine einzelne Organisation entwickelt Angebote für andere. Vielmehr entsteht eine gemeinsame Infrastruktur, die von unterschiedlichen Akteur:innen aufgebaut, genutzt und weiterentwickelt wird. Dadurch fließen verschiedene Perspektiven, Kompetenzen und Erfahrungen kontinuierlich in die Projektentwicklung ein.
Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteursgruppen ermöglicht Innovationen, die innerhalb einzelner Fachbereiche kaum entstehen würden. Landwirtschaft trifft auf Digitalisierung. Handwerk trifft auf Maker-Kultur. Bildung trifft auf Unternehmertum. Gemeinden treffen auf zivilgesellschaftliche Initiativen. Aus diesen neuen Kombinationen entstehen Lösungen, die unmittelbar auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten sind.
Die Partner bringen nicht nur ihre fachliche Kompetenz ein. Sie entwickeln gemeinsam Standards, Unterstützungsangebote, Veranstaltungen und neue Mitmachorte. Dadurch entsteht eine regionale Infrastruktur, die von vielen getragen wird und langfristig weiter wachsen kann.
Die Mitmachräume machen den Multi-Akteurs-Ansatz selbst zum Gegenstand des Projekts. Der Multi-Akteurs-Ansatz ist bei den Mitmachräumen nicht nur eine Form der Projektorganisation. Er ist selbst Teil der Innovation. Das Projekt schafft die organisatorischen, räumlichen und digitalen Voraussetzungen dafür, dass auch künftig neue Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Wirtschaft, Bildung, Gemeinden und Zivilgesellschaft entstehen können. Zu beantworten:
Die Mitmachräume verfolgen einen konsequenten Multi-Akteurs-Ansatz. Ziel ist es, Akteur:innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen dauerhaft miteinander zu vernetzen und gemeinsame Innovationsprozesse zu ermöglichen. Beteiligt sind insbesondere Landwirtschaft, Handwerk, regionale Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Gemeinden, Kultur- und Sozialbereich, Zivilgesellschaft sowie engagierte Bürger:innen. Die Partner bringen ihre unterschiedlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Ressourcen in gemeinsame Entwicklungsprozesse ein. Die Mitmachräume verstehen Innovation als Gemeinschaftsaufgabe der gesamten Region. Sie verbinden unterschiedliche Wertschöpfungsbereiche miteinander und schaffen so neue Entwicklungsmöglichkeiten, die innerhalb einzelner Branchen oder Wertschöpfungsketten nicht entstehen könnten. Unser Ziel ist also die Entwicklung einer regionalen Innovationsinfrastruktur, die Zusammenarbeit über bestehende Sektorengrenzen hinweg ermöglicht. Dadurch entstehen neue Verbindungen zwischen Wissensentwicklung, Qualifizierung, Produkt- und Dienstleistungsentwicklung, regionaler Produktion, Vermarktung und gesellschaftlicher Innovation. Die Mitmachräume fördern insbesondere den Austausch zwischen etablierten Betrieben, Gründer:innen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Dadurch werden neue Kooperationen erleichtert und Innovationen schneller in die Praxis überführt. Gleichzeitig werden auch Bereiche einbezogen, die üblicherweise nicht Teil klassischer Innovationsprozesse sind, wie Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement, Kultur und gemeinschaftliche Wissensproduktion.
Die LIP wird von einem interdisziplinären Kernteam von 5 Personen getragen und im Projektverlauf schrittweise um weitere Partner erweitert. Bereits in der Entwicklungsphase sind Akteur:innen aus Landwirtschaft, Handwerk, Wirtschaft, Bildung, Gemeinden, Regionalentwicklung, Digitalisierung, Kultur und Zivilgesellschaft eingebunden, zum Teil über die Vereine DorfUni und Farm Lab, zum Teil über die beiden Workshops (Vision und Aktion), an denen insgesamt über 50 unterschiedliche Menschen teilnahmen, und daraus hervorgegangenen über 20 Projektskizzen. Ein besonderes Merkmal der LIP ist die Einbindung von Akteur:innen, die in klassischen Innovationsprojekten nur selten gemeinsam auftreten. Dazu gehören unter anderem Kreativschaffende, Kulturinitiativen, offene Werkstätten, Community-Learning-Initiativen, ehrenamtlich Engagierte sowie Betreiber:innen von Mitmachräumen. Durch diese Vielfalt entstehen neue Perspektiven und Innovationen an den Schnittstellen unterschiedlicher Erfahrungs- und Wissensbereiche. Die Partnerschaft wird im Laufe der Projektentwicklung gezielt erweitert. Ziel ist es, möglichst alle für die regionale Innovationsentwicklung relevanten gesellschaftlichen Bereiche einzubinden und daraus ein dauerhaftes regionales sektorübergreifendes Innovationsökosystem entstehen zu lassen.
Ja. Sowohl über die Workshops als auch über direkte Einladungen wurden mittlere Schulen, höhere Schulen und berufsbildende höhere Schulen direkt in die Entwicklung des LIP eingebunden. Darüber hinaus wurden regionale Forschungsunternehmen (z.M. Saphium Biotechnologies) und das Regionalmanagement mit seinem Bildungsschwerpunkt einbezogen. Weiters bestehen direkte Kontakte zur Technischen Universität Graz und zur FH Joanneum. Eine wesentliche Aufgabe der Mitmachräume besteht darin, wissenschaftliches Know How aus dem direkten Umfeld (den Universitäten und FHs in Graz, aber auch in Maribor), aber auch darüber hinaus auch im internationalen Rahmen zur Unterstützung der regionalen Innovationkraft verfügbar zu machen. Die DorfUni stellt dabei ein wesentliches Grundgerüst an Verbindungen und auch an Methoden der erfolgreicher Gestaltung hybrider Veranstaltungen zur Verfügung.
Die Zusammenstellung der LIP erfolgte nicht nach institutionellen Zuständigkeiten, sondern nach den Kompetenzen, Erfahrungen und Ressourcen, die für den Aufbau regionaler Mitmachräume erforderlich sind. Ziel war es, Akteur:innen zusammenzubringen, die unterschiedliche Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten in den Innovationsprozess einbringen und gemeinsam neue Lösungen entwickeln können - sowie die Bereitschaft gezeigt haben, Wissen zu teilen, gemeinsam zu lernen und Verantwortung für die Entwicklung der Region zu übernehmen. Dabei wurde bewusst auf eine sektorübergreifende Zusammensetzung geachtet. Neben Landwirtschaft und Wirtschaft wurden auch Bildung, Gemeinden, Regionalentwicklung, Digitalisierung, Kultur und Zivilgesellschaft einbezogen. Dadurch entstehen neue Kooperationen zwischen Bereichen, die bisher nur wenig miteinander gearbeitet haben. Leitend war die Überzeugung, dass nachhaltige Innovationen vor allem an den Schnittstellen unterschiedlicher Erfahrungen und Kompetenzen entstehen. Die LIP versteht sich daher als offenes Netzwerk, das im Projektverlauf durch weitere Partner ergänzt wird und gezielt neue Akteur:innen aufnimmt, wenn diese einen Beitrag zur regionalen Innovationsfähigkeit leisten können.
Die LIP geht von den vorhandenen Fähigkeiten, Erfahrungen und Ressourcen der Menschen aus und schafft Räume, in denen diese gemeinsam wirksam werden können. Gerade dadurch gelingt es, Akteur:innen einzubinden, die in klassischen Innovationsprozessen oft unberücksichtigt bleiben. Daher wurden in der Vorbereitung des Projektes aktiv Personen aus der Kunst- und Kreativszene der Region, ebenso wie Personen aus dem Regionalmanagement eingebunden. Zusätzlich hat sich in der Vorbereitung herausgestellt, dass Menschen, die in der Region geboren wurden und nach einer Karriere außerhalb der Region wieder zurückkehren, ein besonderes Potential als Innovatoren aufweisen. Das Projekt geht daher sowohl in seinem Arbeitsplan als auch in seiner weiteren Einwerbung gezielt auf diese Zielgruppe zu. Die Einbindung erfolgt über niederschwellige Beteiligungsformate, gemeinsame Workshops, offene Mitmachräume mit entsprechende Ausstattung, projektbezogene Arbeitsgruppen und die digitale Plattform. So können sich auch Kreativschaffende, Kulturinitiativen, soziale Einrichtungen, ehrenamtlich Engagierte, junge Menschen, Maker:innen sowie engagierte Bürger:innen entsprechend ihren Kompetenzen und Interessen einbringen.
Die LIP schafft einen Mehrwert, indem sie Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen dauerhaft miteinander vernetzt und gemeinsame Entwicklungsprozesse ermöglicht. Dadurch werden vorhandene Kompetenzen, Infrastrukturen und Ressourcen besser sichtbar, gemeinsam genutzt und für neue Projekte nutzbar gemacht. Synergien entstehen insbesondere dort, wo Wissen, praktische Erfahrung und unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammengeführt werden. Für die beteiligten Akteur:innen bedeutet dies einen leichteren Zugang zu Partner:innen, Know-how, gemeinsamer Infrastruktur und neuen Kooperationsmöglichkeiten. Innovationen können schneller entwickelt, erprobt und in die Praxis umgesetzt werden. Gleichzeitig werden Doppelgleisigkeiten vermieden und vorhandene Ressourcen effizienter genutzt. Der eigentliche Mehrwert der LIP besteht darin, dass aus einzelnen Akteur:innen eine lernende und handlungsfähige regionale Innovationsgemeinschaft entsteht
Die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und Regionalität sind als Querschnittsthemen in der LIP verankert. Die Mitmachräume fördern Reparatur, Wiederverwendung, gemeinschaftliche Nutzung von Werkzeugen, Geräten und Räumen sowie die Weiterverarbeitung regional verfügbarer Materialien und Nebenprodukte. Dadurch werden Ressourcen länger genutzt, Abfälle vermieden und lokale Kreisläufe gestärkt. Im Bereich der Bioökonomie werden insbesondere landwirtschaftliche Betriebe, das FarmLab, handwerkliche Akteur:innen und innovative Unternehmen miteinander vernetzt, um neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen auf Basis regionaler biologischer Ressourcen zu entwickeln. Vorrangig sollen vorhandene Kompetenzen, Infrastrukturen, Rohstoffe und Wertschöpfungspotentiale der Region genutzt werden. Die LIP schafft damit die Voraussetzungen, regionale Stoff-, Wissens- und Wirtschaftskreisläufe systematisch zu verbinden und weiterzuentwickeln.
Wie werden die unterschiedlichen Partner konkret zusammenarbeiten und welchen Mehrwert schafft diese Zusammenarbeit?
Die Mitmachräume schaffen keine punktuelle Zusammenarbeit für die Dauer eines Projekts, sondern eine dauerhafte Kooperationsstruktur für die Region. Die beteiligten Partner entwickeln gemeinsam eine Infrastruktur, die Zusammenarbeit einfacher, effizienter und nachhaltiger macht.
Dabei geht es nicht nur um gemeinsame Veranstaltungen oder Abstimmungen, sondern um kontinuierliche Kooperation
Die Mitmachräume arbeiten nach dem Prinzip der gegenseitigen Stärkung. Jeder Partner bringt seine eigenen Kompetenzen, Ressourcen und Netzwerke ein und profitiert gleichzeitig von den Leistungen der anderen Partner. Dadurch entstehen Synergien, die keine Organisation alleine erreichen könnte.
Durch die gemeinsame Infrastruktur entstehen dauerhafte Beziehungen zwischen den beteiligten Akteur:innen. Das Projekt erzeugt nicht nur Kooperationen, sondern verbessert dauerhaft die Fähigkeit der Region zur Zusammenarbeit. Durch gemeinsame Infrastruktur, gemeinsame Dienste und gemeinsame Lernprozesse sinken die Hürden für sektorübergreifende Kooperationen weit über die Projektlaufzeit hinaus. Zu beantworten:
Das Projektgebiet ist eine im wesentlichen agrarisch geprägte Region. Die Land- und Forstwirtschaft trägt in der Region wesentlich zur Identifikation und zur Gestaltung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens bei. Die LIP verbindet land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit Akteur:innen aus Handwerk, Wirtschaft, Bildung, Digitalisierung, Gemeinden, Kultur und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven zusammenzuführen, um gemeinsam innovative Lösungen für die Nutzung der natürlichen Ressourcen der Region und für die allgemeine regionale Entwicklung zu erarbeiten und umzusetzen. Die Zusammenarbeit erfolgt in gemeinsamen Entwicklungsprozessen innerhalb der Mitmachräume, durch projektbezogene Arbeitsgruppen, Workshops, Pilotprojekte sowie die digitale Plattform. Landwirtschaftliche Betriebe bringen ihre Erfahrung im Umgang mit natürlichen Ressourcen und regionalen Wertschöpfungsketten ein, während außeragrarische Partner Kompetenzen in den Bereichen Innovation, Technologie, Bildung, Vermarktung, Kreativwirtschaft und Community Building einbringen.
Der Mehrwert dieser Kooperation
Die Zusammenarbeit ist ausdrücklich langfristig angelegt. Die Mitmachräume schaffen eine dauerhafte Innovations- und Lerninfrastruktur, in der neue Partner kontinuierlich eingebunden werden können. Durch gemeinsame Projekte, regelmäßige Vernetzung, Wissensmanagement und die digitale Plattform soll die Kooperation Die Landwirtschaft wird dabei nicht nur als Produzentin von Rohstoffen verstanden, sondern als gleichberechtigte Innovationspartnerin bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen, regionalen Wirtschafts- und Lebensweise.
Worin besteht die Innovation des Projekts und warum stellt sie einen Fortschritt gegenüber bisherigen Ansätzen dar?
Die Innovation der Mitmachräume besteht nicht in einem einzelnen neuen Angebot oder einer neuen Einrichtung. Neu ist der systematische Aufbau einer gemeinsamen regionalen Infrastruktur, die die Kette von Lernen, Gestalten und Innovation dauerhaft unterstützt. Das Projekt verbindet erstmals
Dadurch entstehen Rahmenbedingungen, unter denen Innovation nicht zufällig, sondern kontinuierlich entstehen kann.
Bisher arbeiten viele Initiativen, Werkstätten, Vereine oder Bildungseinrichtungen nebeneinander. Die Mitmachräume schaffen gemeinsame Strukturen, die
Digitale Werkzeuge werden nicht als Selbstzweck eingesetzt. Sie unterstützen
Das Projekt baut auf Erkenntnissen aus
Ziel des Projekts ist es, die Fähigkeit unserer Region, kontinuierlich Neues hervorzubringen. durch gemeinsame Infrastruktur, Kooperation Zu beantworten:
Die Mitmachräume erhöhen die Innovationsfähigkeit der Region, indem sie eine dauerhafte Infrastruktur für Lernen, Experimentieren, Wissensaustausch und gemeinsame Entwicklung schaffen. Innovation wird dabei nicht als Aufgabe einzelner Betriebe oder Institutionen verstanden, sondern als gemeinsamer Prozess, an dem Wirtschaft, Landwirtschaft, Bildung, Gemeinden, Kultur und Zivilgesellschaft gleichermaßen beteiligt sind. Die LIP stärkt die Innovationskultur, indem sie Menschen und Organisationen ermutigt, neue Ideen zu entwickeln, gemeinsam zu erproben und erfolgreiche Lösungen weiterzuentwickeln. Niederschwellige Beteiligungsmöglichkeiten, offene Mitmachräume, gemeinsames Wissensmanagement und digitale Werkzeuge fördern eine Kultur des Austauschs, des Experimentierens und des gegenseitigen Lernens. Dadurch entsteht eine regionale Innovationskultur, die nicht von einzelnen Förderprojekten abhängt, sondern dauerhaft in den Strukturen und Netzwerken der Region verankert ist. Die Region gewinnt die Fähigkeit, neue Herausforderungen eigenständig aufzugreifen, Innovationen hervorzubringen und diese gemeinsam in die Praxis umzusetzen.
Der Innovationsgrad der LIP liegt weniger in einzelnen technologischen Entwicklungen als in der neuartigen Verbindung sozialer, organisatorischer und digitaler Innovationen zu einer integrierten regionalen Innovationsinfrastruktur.
Bestehende Ansätze konzentrieren sich meist auf einzelne Einrichtungen oder Themenbereiche, etwa Coworking-Spaces, Makerspaces, Gründerzentren, Repair Cafés oder digitale Plattformen. Die Mitmachräume integrieren diese unterschiedlichen Ansätze in einem gemeinsamen regionalen System, das Lernen, Wissensmanagement, Kooperation Die Innovation besteht nicht in einem einzelnen Produkt oder einer einzelnen Dienstleistung, sondern in einem neuen Organisationsmodell für regionale Innovationsprozesse. Die LIP schafft eine gemeinsame physische und soziale Infrastruktur, mit der eine Region ihre Innovationsfähigkeit kontinuierlich weiterentwickeln kann.
Die LIP baut auf bestehendem Wissen aus Wissenschaft und Forschung in den Bereichen Agrarwissenschaften, nachhaltige Technologien, regionale Innovationssysteme, Community Learning, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, Digitalisierung, soziale Innovation und Regionalentwicklung auf. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden kontinuierlich in die Entwicklung der Mitmachräume einbezogen und mit den praktischen Erfahrungen der beteiligten Akteur:innen verknüpft. Gleichzeitig versteht sich die LIP als Reallabor für regionale Innovation. Die in den Mitmachräumen entwickelten und erprobten Ansätze werden dokumentiert, reflektiert und für Forschung und Wissenstransfer aufbereitet. Dadurch entsteht ein wechselseitiger Lernprozess, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis einfließen und umgekehrt praktische Erfahrungen neue Fragestellungen und Impulse für Forschung und Weiterentwicklung liefern. Die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Expert:innen und Wissensnetzwerken wird im Projektverlauf gezielt ausgebaut. Dabei wird auf die bestehenden Verbindungen mit den Universitäten und FHs in Graz und der Universität in Maribor, sowie deren internationalen Netzwerken ebenso zurückgegriffen, wie auf die durch die DorfUni in den vergangenen Jahren aufgebauten Netzerken zu wissenschaftlichen Institutionen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in die regionale Praxis zu übertragen und gleichzeitig die in der Region gewonnenen Erfahrungen für Forschung, Lehre und den Wissenstransfer nutzbar zu machen.
Die Dissemination ist (wie bereits unter 0.1.8 beschrieben) integraler Bestandteil der Mitmachräume und beginnt bereits während der Projektentwicklung. Ziel ist es, Innovationen nicht nur innerhalb der LIP zu entwickeln, sondern sie frühzeitig in die Region hineinzutragen, weitere Akteur:innen einzubinden und eine offene Innovationskultur zu fördern. Die laufende Öffentlichkeitsarbeit erfolgt über Veranstaltungen, Mitmachtage, Workshops, digitale Medien, die DorfUni sowie die gemeinsame digitale Plattform. Projektergebnisse, Erfahrungen und entwickelte Methoden werden laufend dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht. Dadurch erhalten auch nicht an der LIP beteiligte Akteur:innen die Möglichkeit, Ideen aufzugreifen, eigene Beiträge einzubringen und erfolgreiche Ansätze zu übernehmen. Auch hier wird das geplante Maker - Festival eine besondere Rolle spielen, denn wir schaffen hier mit einem Bustransfer zu offenen Werkstätten nicht nur die Voraussetzung zu viel menschlichen begegnungen, sondern werden selbstverständlich auch die Idee des Innovationsförderungs - Ökosystems propagieren. Der strukturierte Austausch mit externen Akteur:innen erfolgt darüber hinaus durch offene Beteiligungsformate, Kooperationen mit Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Vereinen und regionalen Netzwerken. Die LIP versteht sich als offene Innovationsgemeinschaft, die kontinuierlich neue Partner:innen und Ideen integriert. Die wichtigste Form der Dissemination besteht für uns darin, dass immer mehr Menschen selbst Teil des Innovationsprozesses werden, selbst aktiviert werden. Dadurch trägt das Projekt zur Entwicklung einer regionalen Innovationskultur bei, in der Lernen, Wissensaustausch, gemeinsames Experimentieren und gegenseitige Unterstützung selbstverständlicher Bestandteil der Regionalentwicklung werden.
Die Digitalisierung wird im Projekt gezielt eingesetzt, um Zusammenarbeit, Wissensaustausch und gemeinschaftliche Entwicklung über räumliche und organisatorische Grenzen hinweg zu ermöglichen. Sie unterstützt die Vernetzung der Mitmachräume, das Wissensmanagement, die Dokumentation von Erfahrungen, die Vermittlung von Kompetenzen sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte. Digitalisierung wird dabei als unterstützende Infrastruktur verstanden und nicht als Selbstzweck. So wie die DorfUni seit 2004 die Kunst perfektioniert hat, das Zusammenspiel zwischen dem Streaming von fernen Veranstaltungen und der lokalen Moderation und der offline-Diskussion zu gestalten, geht es grundsätzlich um die Aktivierung lokaler und regionaler Potentiale und nicht um das "Hinausgesogensein" in den unendlichen globalen Informationsraum. Ein wesentlicher Baustein der LIP ist die Entwicklung einer gemeinsamen digitalen Plattform, die regionale Akteur:innen, Mitmachorte, Kompetenzen, Projekte und Ressourcen miteinander verbindet. Die Plattform erleichtert die Zusammenarbeit zwischen den Partnern, macht vorhandenes Wissen sichtbar und unterstützt den kontinuierlichen Austausch innerhalb der LIP sowie mit weiteren Interessierten.
Dabei baut die LIP auf bestehenden Erfahrungen und Kooperationen auf. Insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Verbund Offene Werkstätten in Deutschland ( Perspektivisch bildet wie schon erwähnt diese digitale Infrastruktur auch die Grundlage für den Einsatz dezentraler KI-Anwendungen. Diese sollen regionale Akteur:innen bei Wissensmanagement, Projektentwicklung und Vernetzung unterstützen und dazu beitragen, dass digitale Wertschöpfung und Datenhoheit möglichst in der Region verbleiben.
Die Infrastruktur bleibt auch nach Projektende bestehen.
Nachhaltigkeit
Die Mitmachräume sind als langfristige regionale Innovations- und Lerninfrastruktur konzipiert. Ziel der LIP ist nicht die Durchführung einzelner Projektaktivitäten, sondern der Aufbau dauerhafter Strukturen, die auch nach Ende der Förderperiode eigenständig weiterarbeiten und sich weiterentwickeln können.
Die Nachhaltigkeit Darüber hinaus werden bereits während der Projektlaufzeit tragfähige organisatorische und wirtschaftliche Modelle für den langfristigen Betrieb entwickelt. Die Mitmachräume sollen schrittweise zusätzliche Partner, Gemeinden, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Initiativen einbinden und ihre Aktivitäten durch unterschiedliche Finanzierungs- und Kooperationsformen dauerhaft absichern. Mit der DorfUni steht zudem eine etablierte Wissens- und Lernplattform zur Verfügung, die Dokumentation, Wissensmanagement, Qualifizierung und Vernetzung auch über die Projektlaufzeit hinaus gewährleistet. Dadurch bleiben die im Projekt entwickelten Methoden, Erfahrungen und Werkzeuge langfristig verfügbar und können kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Die Entwicklung eines tragfähigen Organisations- und Finanzierungsmodells ist ein ausdrückliches Ziel der LIP. Während der Projektlaufzeit werden die organisatorischen, technischen und sozialen Grundlagen geschaffen, auf denen die Mitmachräume langfristig eigenständig betrieben und weiterentwickelt werden können. Die langfristige Sicherung soll auf mehreren sich ergänzenden Säulen beruhen. Dazu gehören Beiträge der beteiligten Mitmachräume und Partnerorganisationen, projektbezogene Kooperationen mit Gemeinden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen, Einnahmen aus Qualifizierungs- und Beratungsangeboten sowie die Einwerbung weiterer Fördermittel für spezifische Entwicklungsprojekte. Dadurch soll eine breite Finanzierungsbasis entstehen, die die Abhängigkeit von einzelnen Förderquellen reduziert. Organisatorisch wird auf bestehende regionale Strukturen aufgebaut. Die DorfUni übernimmt dauerhaft Funktionen im Wissensmanagement, in der Qualifizierung und in der digitalen Infrastruktur. Die Mitmachräume selbst werden von ihren jeweiligen Trägerorganisationen betrieben und durch gemeinsame Koordination, Vernetzung und digitale Dienste verbunden. Dadurch bleibt die regionale Innovationsinfrastruktur auch nach Ende der Förderung erhalten. Da die LIP als Entwicklungs- und Innovationslabor konzipiert ist, werden im Projektverlauf unterschiedliche Organisations- und Finanzierungsansätze gemeinsam mit den beteiligten Akteur:innen weiterentwickelt und bewertet. Ziel ist es, bis zum Ende der Förderperiode ein belastbares Modell für den langfristigen Betrieb der Mitmachräume vorzulegen und schrittweise umzusetzen. Die hundertprozentige Projektförderung ermöglicht den Aufbau der Innovationsinfrastruktur unter Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Zwänge zunächst weitgehend ausklammern. Dadurch können Organisations-, Kooperations- und Finanzierungsmodelle zunächst konzeptionell entwickelt und gemeinsam mit den Beteiligten bewertet werden, bevor sie nach Projektende – oder gegebenenfalls bereits parallel dazu, jedoch außerhalb der Projektarchitektur und Projektfinanzierung – einem Praxistest unterzogen werden. Die Erarbeitung eines langfristig tragfähigen Betriebsmodells ist jedenfalls nicht bloß ein Nebenergebnis, sondern ein wesentliches Innovationsziel der LIP. Gerade weil die LIP als Entwicklungs- und Innovationslabor angelegt ist, besteht ihr Erfolg nicht nur in den entwickelten Projekten, sondern auch in einem belastbaren organisatorischen und wirtschaftlichen Modell, das den dauerhaften Betrieb der Mitmachräume nach Auslaufen der Förderung ermöglicht.
Die LIP versteht die Entwicklung zusätzlicher Eigenmittel und regional getragener Finanzierungsformen als wesentlichen Bestandteil ihrer langfristigen Verstetigungsstrategie. Während der Projektlaufzeit sollen gemeinsam mit den beteiligten Akteur:innen unterschiedliche Modelle für die Finanzierung gemeinsamer Infrastruktur und regionaler Innovationsprozesse entwickelt und hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit bewertet werden. Dazu zählen insbesondere Beiträge der beteiligten Trägerorganisationen, projektbezogene Kooperationen mit Gemeinden und Unternehmen, Sponsoring seitens regionaler Betriebe, Einnahmen aus Dienstleistungen sowie die Einwerbung weiterer Fördermittel. Darüber hinaus sollen innovative Finanzierungsansätze wie Bürgerbeteiligungsmodelle, regionale Förderfonds oder Stiftungsmodelle geprüft werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Mobilisierung zivilgesellschaftlicher Ressourcen. Die Mitmachräume bauen auf freiwilligem Engagement, gegenseitiger Unterstützung, Wissensaustausch und gemeinschaftlicher Nutzung von Infrastruktur auf. Diese Formen des Sozialkapitals stellen einen wesentlichen Eigenbeitrag der Region dar und bilden eine wichtige Grundlage für die langfristige Tragfähigkeit der Initiative. Ziel ist es, schrittweise ein Finanzierungsmodell zu entwickeln, das öffentliche Förderung, regionale Eigenmittel, zivilgesellschaftliches Engagement und wirtschaftliche Aktivitäten in einer ausgewogenen Weise miteinander verbindet. Die LIP versteht Eigenmittel nicht ausschließlich als finanzielle Beiträge. Ebenso wichtig sind die Einbringung von Räumen, Geräten, Know-how, ehrenamtlicher Arbeit, unternehmerischer Kompetenz und regionalen Netzwerken. Die systematische Aktivierung dieser vorhandenen Ressourcen ist selbst ein zentrales Ziel des Projekts.
Hauptziel der LIP ist der Aufbau einer regionalen Innovations- und Lerninfrastruktur in Form eines Netzwerks von Mitmachräumen. Diese Infrastruktur soll Menschen, Betriebe, Bildungseinrichtungen, Gemeinden und zivilgesellschaftliche Initiativen dabei unterstützen, gemeinsam neue Lösungen für die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Region zu entwickeln und umzusetzen. Dadurch wird die Innovationsfähigkeit der Region dauerhaft gestärkt. Nebenziele sind der Aufbau einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur, die Förderung von Wissensaustausch und Qualifizierung, die Entwicklung neuer Kooperationsformen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, die Stärkung regionaler Wertschöpfung sowie die Erarbeitung tragfähiger Organisations- und Finanzierungsmodelle für den langfristigen Betrieb der Mitmachräume. Diese Ziele sind für die Region von hoher Relevanz, da sie auf zentrale Herausforderungen wie demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Digitalisierung, ökologische Transformation und die Notwendigkeit resilienter regionaler Wirtschafts- und Lebensstrukturen reagieren. Die Mitmachräume schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Region diese Herausforderungen nicht nur bewältigt, sondern daraus neue Entwicklungschancen ableiten kann
Die LIP wird von einem interdisziplinären Kernteam getragen, dessen Mitglieder sich mit komplementären Kompetenzen ergänzen. Die Verantwortlichkeiten orientieren sich an den jeweiligen fachlichen Schwerpunkten und bilden gemeinsam die Grundlage für den Aufbau der Mitmachräume. Franz Nahrada (DorfUni) verantwortet die konzeptionelle Entwicklung der LIP, den Aufbau der Wissens- und Lerninfrastruktur, teilweise die internationale Vernetzung sowie die Entwicklung der digitalen Gesamtarchitektur. Er bringt langjährige Erfahrung in den Bereichen Regionalentwicklung, Community Learning, Digitalisierung, Dorf- und Stadterneuerung und soziale Innovation und Zukunftsforschung ein. Silvia Brandi (FarmLab) verantwortet die Entwicklung und Erprobung der Mitmachräume aus der Perspektive der regionalen Praxis. Sie bringt ihre langjährige Erfahrung als Leiterin des Institute of Advanced Architecture Barcelona in der Entwicklung innovativer Lern- und Experimentierräume und komplexer Programme ein, engagiert sich jetzt zunehmend in der Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und regionalen Betrieben sowie im Aufbau neuer regionaler Kooperationsformen. Gabriele Mikl verantwortet insbesondere die organisatorische Umsetzung, Kommunikation und Vernetzung der Mitmachräume untereinander sowie deren regionale Verankerung. Sie bringt umfangreiche Erfahrung in Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsorganisation und der Zusammenarbeit mit regionalen Akteur:innen ein und unterstützt den Aufbau tragfähiger Kooperationsstrukturen. Karola Sakotnik verantwortet die Begleitung der Organisations- und Transformationsprozesse innerhalb der LIP sowie Außenkommunikation und Festival. Sie bringt ihre Expertise in Organisationsentwicklung, Innovationsprozessen, Future Skills, Beteiligungsformaten und der Gestaltung kooperativer Arbeitsweisen ein und unterstützt die Entwicklung einer nachhaltigen Innovationskultur und unternehmerischen Denken und Handelns. Martin Gutmann unterstützt Silvia Brandi beim zentralen Projektmanagement und auch speziell beim Ausbau des Pilotprojektes FarmLab. Er bringt seine Erfahrung im Aufbau innovativer Arbeits- und Lernumgebungen, in der technischen Entwicklung, im Maker- und Prototyping-Bereich sowie in der Verbindung von Landwirtschaft, Handwerk und Technologie ein. Sein Schwerpunkt liegt auf der praktischen Erprobung neuer Lösungen, der Entwicklung gemeinschaftlich nutzbarer Infrastruktur und der Überführung von Ideen in anwendbare Prototypen.
Die LIP verfolgt konsequent das Ziel, mit den eingesetzten Fördermitteln eine möglichst hohe und langfristige Wirkung für die Region zu erzielen. Im Mittelpunkt stehen daher nicht kurzfristige Einzelmaßnahmen, sondern der Aufbau einer dauerhaft nutzbaren Innovations- und Lerninfrastruktur, die auch nach Abschluss des Projekts weiterwirkt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird insbesondere durch die Nutzung bestehender regionaler Ressourcen verbessert. Bereits vorhandene Räume, Werkstätten, Kompetenzen, Netzwerke und digitale Werkzeuge werden systematisch miteinander verbunden und weiterentwickelt, anstatt parallele Strukturen aufzubauen. Dadurch werden Investitionskosten reduziert und vorhandene Potentiale besser genutzt. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist der Multi-Akteurs-Ansatz. Durch die Bündelung der Kompetenzen unterschiedlicher Partner entstehen Synergien, die den Nutzen der eingesetzten Mittel deutlich erhöhen. Ergebnisse, Methoden und digitale Werkzeuge werden gemeinsam entwickelt und können von allen Mitmachräumen sowie weiteren regionalen Akteur:innen genutzt und weiterentwickelt werden. Die LIP setzt zudem auf offene Wissensweitergabe, Wiederverwendbarkeit der entwickelten Lösungen und eine modulare Organisationsstruktur. Dadurch entstehen dauerhafte Mehrwerte, die weit über die unmittelbare Projektlaufzeit hinausreichen und den langfristigen Nutzen der eingesetzten Fördermittel erhöhen. Die Mitmachräume verfolgen bewusst einen Infrastrukturansatz: Investiert wird vor allem in Strukturen, die vielfältige zukünftige Aktivitäten ermöglichen, anstatt ausschließlich einzelne Projekte oder Veranstaltungen zu finanzieren. Dadurch vervielfacht sich die Wirkung jedes eingesetzten Euros über die Projektlaufzeit hinaus.
Die Mitmachräume stärken
Zu beantworten:
Die Mitmachräume leisten einen Beitrag zur Umsetzung zentraler Ziele der Regionalen Entwicklungsstrategie Südoststeiermark – Steirisches Vulkanland sowie übergeordneter Strategien zur Stärkung ländlicher Innovationssysteme, regionaler Wertschöpfung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit Das Projekt knüpft an die erfolgreiche Entwicklung des Steirischen Vulkanlandes an, das in den vergangenen Jahrzehnten mit innovativen Leitbetrieben, regionalen Qualitätsinitiativen und kooperativen Entwicklungsprozessen eine starke Innovationskultur aufgebaut hat. Die Mitmachräume verstehen sich als Ergänzung und Weiterentwicklung dieses Weges. Ihr besonderer Beitrag besteht darin, den Kreis der an regionalen Innovationsprozessen beteiligten Akteur:innen gezielt zu erweitern. Neben Unternehmen, Landwirtschaft, Gemeinden und Bildungseinrichtungen werden auch offene Werkstätten, Kreativwirtschaft, soziale Innovationen, Community-Learning-Initiativen, junge Menschen, Zuzügler:innen, engagierte Bürger:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen systematisch in gemeinsame Entwicklungsprozesse eingebunden. Dadurch werden zusätzliche Innovationspotenziale erschlossen und neue Verbindungen zwischen wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklung geschaffen.
In der Entwicklungsstrategie der LAG Vulkanland 2023-2027 (Direktlink siehe Literatur) wird explizit unter punkt 3.1.2. gefordert, Innovation durch Kooperation Die Mitmachräume stärken in diesem Sinn die Fähigkeit der Region, ihre zukünftige Entwicklung auf einer noch breiteren gesellschaftlichen Basis zu gestalten. Sie ergänzen die bestehenden wirtschaftlichen Stärken des Vulkanlandes um eine offene Innovations- und Lernkultur, die Wissen, Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln als zentrale Ressourcen der Regionalentwicklung versteht.
Die Mitmachräume sind als sektorübergreifende Innovations- und Lerninfrastruktur konzipiert und schaffen einen konkreten Mehrwert für unterschiedliche Bereiche der Region. Gerade durch die Verbindung dieser Bereiche entstehen neue Entwicklungsmöglichkeiten, die innerhalb einzelner Sektoren nur schwer erreichbar wären. Für die Land- und Forstwirtschaft eröffnen die Mitmachräume neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Handwerk, Forschung, Bildung und Digitalisierung. Themen wie Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, regionale Verarbeitung, Direktvermarktung, gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur und innovative Betriebsformen können gemeinsam entwickelt und erprobt werden. Für Gewerbe und regionale Unternehmen entstehen neue Kooperationsmöglichkeiten mit Bildungseinrichtungen, Kreativwirtschaft und Technologiepartnern. Gemeinsame Werkstätten, Prototyping, Qualifizierungsangebote und Wissensaustausch erleichtern Innovationen und stärken die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Betriebe. Für Tourismus und Regionalmarketing entstehen neue Erlebnis- und Beteiligungsangebote, die die Besonderheiten der Region sichtbar machen und Gäste aktiv einbeziehen. Gleichzeitig werden regionale Produkte, Handwerk, Kultur und Landschaft stärker miteinander verknüpft. Für Bildung und Qualifizierung schaffen die Mitmachräume praxisnahe Lernorte, an denen Schulen, Betriebe, Vereine und Erwachsenenbildung zusammenarbeiten. Lernen wird stärker mit konkreten regionalen Herausforderungen und Projekten verbunden. Für Gemeinden, Kultur und soziale Dienstleistungen entstehen neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, der generationenübergreifenden Zusammenarbeit sowie der Entwicklung gemeinsamer Lösungen für lokale Herausforderungen. Dadurch werden gesellschaftlicher Zusammenhalt, Teilhabe und regionale Identifikation gestärkt. Die besondere Stärke der LIP liegt darin, diese Bereiche nicht isoliert zu fördern, sondern sie durch gemeinsame Projekte, Wissensaustausch und offene Innovationsprozesse miteinander zu verbinden. Dadurch entstehen neue regionale Wertschöpfungs- und Innovationspotenziale, die weit über die Möglichkeiten einzelner Sektoren hinausgehen.
Die Mitmachräume adressieren zentrale Herausforderungen der Region Südoststeiermark durch den Aufbau einer gemeinsamen Innovations- und Lerninfrastruktur. Die Region ist trotz ihrer hohen Lebensqualität und wirtschaftlichen Stärke speziell auch im südlichen teil, wo wir unser Projektgebiet aufgespannt haben, weiterhin mit Herausforderungen wie demografischem Wandel, Abwanderung junger Menschen, Fachkräftemangel und ihrer Randlage konfrontiert. Gleichzeitig eröffnen Digitalisierung, neue Arbeitsformen, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und die zunehmende Bedeutung regionaler Wertschöpfung neue Entwicklungsmöglichkeiten. Der Lösungsansatz der LIP besteht darin, die vorhandenen Stärken der Region gezielt zu aktivieren und miteinander zu verbinden. Das Steirische Vulkanland verfügt über innovative Leitbetriebe, eine leistungsfähige Land- und Forstwirtschaft, engagierte Gemeinden, eine starke Vereinskultur und eine lange Tradition kooperativer Regionalentwicklung. Die Mitmachräume knüpfen daran an und erweitern dieses Innovationssystem durch die Einbindung weiterer gesellschaftlicher Gruppen wie Kreativwirtschaft, offene Werkstätten, soziale Innovationen, Community Learning, junge Menschen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Dadurch werden zusätzliche Innovationspotenziale erschlossen und neue Verbindungen zwischen Wirtschaft, Bildung, Kultur und Gesellschaft geschaffen. Besondere Chancen ergeben sich speziell für das Projektgebiet aus der Lage im österreichisch-slowenischen Grenzraum. Die LIP versteht die Randlage nicht als strukturellen Nachteil, sondern als Entwicklungspotenzial. Wo früher nationale Grenzen trennten, entstehen heute gemeinsame Lebens-, Lern- und Wirtschaftsräume mit enormen Synergiepotentialen. Die unmittelbare Nachbarschaft zu Slowenien eröffnet Möglichkeiten für grenzüberschreitende Kooperationen, Wissensaustausch und gemeinsame Innovationsprozesse und stärkt die Region als Teil eines größeren mitteleuropäischen Entwicklungsraums. Mit dem österreichischen Anteil am UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau verfügt die Region zugleich über einen international anerkannten Modellraum, in dem ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen gemeinsam entwickelt und erprobt werden können. Die Mitmachräume verstehen den Biosphärenpark daher nicht nur als Schutzgebiet, sondern als Lern-, Innovations- und Kooperationsraum einer entstehenden grenzüberschreitenden Bioregion und haben dementsprechend auch speziell für die bis dato vernachlässigten Gestaltungsmöglichkeiten der sogenannten "Entwicklungszone" (ein wichtiges Element in der Biosphärenstrategie ist die Einebziehung menschlicher Aktivitäten in einen regenerativen Mensch-Natur-Kreislauf) Partnerschaften entwickelt, vor allem über das DorfUni Projekt 'Mura Calling' mit dem Biosphärenparkmanagement der Regionalentwicklung. Das Projekt trägt also auf mehrfache Weise dazu bei, die Attraktivität der Region als Lebens-, Arbeits- und Innovationsraum zu erhöhen. Es schafft insbesondere für junge Menschen, Gründer:innen, Rückkehrer:innen und engagierte Bürger:innen neue Möglichkeiten, ihre Ideen vor Ort zu verwirklichen und aktiv an der Entwicklung der Region mitzuwirken. Damit stärkt die LIP nicht nur die Anpassungsfähigkeit der Region an aktuelle Entwicklungen, sondern ihre Fähigkeit, ihre Zukunft aus eigener Kraft und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit über die Grenze hinweg zu gestalten.
Der regionale Mehrwert der LIP besteht im Aufbau einer dauerhaften Innovations- und Lerninfrastruktur, die Menschen, Unternehmen, Gemeinden und zivilgesellschaftliche Initiativen dauerhaft miteinander verbindet. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, des Wissensaustauschs und der gemeinsamen Entwicklung von Innovationen, die einzelnen Akteur:innen allein nicht möglich wären. Die LIP stärkt die regionale Innovationsfähigkeit, erhöht die Attraktivität der Region als Lebens-, Arbeits- und Innovationsraum und verbessert die Voraussetzungen für regionale Wertschöpfung, Qualifizierung und gesellschaftliche Teilhabe. Besonders im österreichisch-slowenischen Grenzraum entstehen zusätzliche Chancen durch grenzüberschreitende Kooperationen, Wissensaustausch und gemeinsame Innovationsprozesse. Die Mitmachräume tragen dazu bei, den UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau als gemeinsamen Lern-, Innovations- und Gestaltungsraum einer grenzzüberschreitenden Bioregion weiterzuentwickeln und neue Verbindungen zwischen Naturschutz, nachhaltiger Landnutzung, regionaler Wirtschaft und sozialer Innovation zu schaffen. Der nachhaltige regionale Mehrwert liegt schließlich darin, dass mit den Mitmachräumen ein gemeinsames regionales Gemeingut entsteht: eine dauerhaft verfügbare Innovations-, Wissens- und Lerninfrastruktur, die weit über die Projektlaufzeit hinaus von bestehenden und neuen Akteur:innen genutzt, weiterentwickelt und für zukünftige Herausforderungen eingesetzt werden kann. Dadurch wächst nicht nur die Innovationskraft der Region, sondern auch ihre Fähigkeit, ihre Zukunft eigenständig, kooperativ und grenzüberschreitend zu gestalten.
Die LIP erprobt Methoden, Organisationsformen, digitale Werkzeuge und Kooperationsmodelle, die dokumentiert und gemäß unserem Prinzip des freien und reziproken Wissensaustauschs anderen Regionen zur Verfügung gestellt werden. Dabei steht nicht die Übernahme eines fertigen Modells im Vordergrund, sondern die Unterstützung regional angepasster Entwicklungsprozesse. Jede Region verfügt über eigene Stärken, Herausforderungen und kulturelle Voraussetzungen, auf denen ein entsprechendes Innovationssystem aufbauen kann. Die Mitmachräume verstehen sich daher als Beispiel für einen offenen Lernprozess. Die gewonnenen Erfahrungen sollen über die DorfUni, regionale und internationale Netzwerke sowie Kooperationen mit anderen Innovationsinitiativen weitergegeben und gemeinsam weiterentwickelt werden. Dadurch kann ein wachsendes Netzwerk lernender Regionen entstehen, die voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und ihre jeweiligen Lösungen gemeinsam weiterentwickeln. Langfristig könnte so ein Netzwerk von Mitmachräumen entstehen, das sich über viele Regionen hinweg entwickelt. Jede Region gestaltet dabei ihre eigene Innovations- und Lerninfrastruktur entsprechend ihren spezifischen Potenzialen und Herausforderungen. Gleichzeitig können Mitmachräume mit ähnlichen fachlichen Schwerpunkten überregionale Netzwerke bilden und ihre Erfahrungen, Methoden und Entwicklungen miteinander teilen. Der gemeinsame methodische Rahmen ermöglicht Zusammenarbeit, gegenseitiges Lernen und den Austausch bewährter Lösungen, ohne die regionale Eigenständigkeit einzuschränken. Gerade diese Verbindung von Vernetzung und lokaler Anpassung macht den Ansatz in hohem Maße multiplizierbar und übertragbar.
Die Mitmachräume leisten einen Beitrag zu mehreren Zielen des GAP-Strategieplans, indem sie ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen in einem gemeinsamen regionalen Entwicklungsansatz verbinden. Im Mittelpunkt stehen die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, die Förderung der biologischen Vielfalt sowie die Entwicklung einer regenerativen Wirtschafts- und Lebensweise im UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau. Gleichzeitig stärken die Mitmachräume die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe durch Wissensaustausch, Kooperation
Aktuelle Version der Leader - Entwicklungsstrategie: der von uns referenzierte Abschnitt "3.1.2 Grundstrategie beziehungsweise strategische Stoßrichtung in den Aktionsfeldthemen" findet sich auf Site 22
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